Mit zivilem Ungehorsam gegen die ökologische Katastrophe

Extinction Rebellion (XR) macht mit friedlichem Ungehorsam auf den drohenden Klimakollaps und das massive Artensterben aufmerksam.

hallo, deine zukunft sieht scheisse aus

1500 Waldbrände in Europa und einer der größten in der Arktis. Eine Million Arten sind bedroht. Der Permafrost taut 70 Jahre früher auf als erwartet. Mit dem Klimakollaps wird sich auch dein Alltag verändern – wie gravierend, entscheidet sich jetzt.

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Warum wir tun, was wir tun

Es funktioniert: Frühling 2019, London. Über sechstausend Menschen blockieren eine Woche lang die Brücken der Stadt. Wenige Tage später erklärt das britische Parlament den Klimanotstand. Gemeinsam können wir auch in Deutschland die Politik dazu bewegen, endlich effektiv zu handeln.

die strategie

uns ist wichtig aufeinander zu achten

Wir wenden keine Gewalt, sondern Kreativität an und respektieren alle Menschen. Wir schließen niemanden aus und begegnen Passanten mit Herzlichkeit. Wir wissen, dass viele von uns das erste Mal dabei sind und bereiten uns gemeinsam vor.

Werte & Prinzipien

Was wir wollen
Sagt die Wahrheit!

Die Regierung muss die Wahrheit über die ökologische Krise offenlegen und den Klimanotstand ausrufen. Die Dringlichkeit des sofortigen Kurswechsels muss von allen gesellschaftlichen Institutionen und den Medien kommuniziert werden.

Handelt Jetzt!

Die Regierung muss jetzt handeln, um das Artensterben zu stoppen und die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2025 auf Netto-Null zu senken. 

Politik neu leben!

Die Regierung muss eine Bürger:innenversammlung einberufen, die die notwendigen Maßnahmen für Klimagerechtigkeit und gegen die ökologische Katastrophe erarbeitet und verpflichtet sich, deren Beschlüsse umzusetzen.

Komm, wir retten jetzt die Welt

Du kommst gerade richtig. Es ist für jeden was dabei, von Kunst bis Kekse und Straßen besetzen. Wir arbeiten z.B. mit Social Media, Rechtsanwälten und Pressestellen uvm.!

Veranstaltungen / Städte / Aufgaben

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Die Fakten

F.A.Q.

Wo kommt ihr her?

Wir sind ganz normale Leute, denen das Leben auf der Erde wichtig ist. Wir möchten alles dafür geben, die Zerstörung unseres Lebensraums und der atemberaubenden Vielfalt zu verhindern. Angefangen hat alles im Mai 2018 in England, aber inzwischen gibt es XR weltweit.

Eine Revolution ohne Gewalt – geht das?

Mal abgesehen von der Moral nutzen wir friedlichen Ungehorsam, weil das besser funktioniert. Studien über Konflikte zwischen Staaten und Bürgern weltweit zwischen 1900 und 2006 haben herausgefunden, dass 53% der friedlichen Kampagnen erfolgreich waren. Mit Gewalt waren es nur 26% und nur 5 Jahre später sind 95% in eine totalitäre Richtung oder Diktatur geschlittert.

Von Demonstrationen rund um Vietnam, AIDS, LGBTQ und Gandhi bis zum Umsturz von Diktaturen sind mutige Aktivisten mit der Bereitschaft sich verhaften zu lassen das Rückgrat dieser Bewegungen gewesen.

Ihr seid doch alle links und [Vorurteil]!

XR besteht aus Menschen aller Altersklassen mit unterschiedlichsten Hintergründen und aus der ganzen Welt. Von Teenagern bis Senioren, sind weltweit mehrere zehntausend Aktivisten aller Klassen, Ethnien und Geschlechter bereit, in der Debatte um die Klima- und ökologische Krise ihre Freiheit aufs Spiel zu setzen.

Wieso nicht zu Greenpeace oder FridaysForFuture gehen?

Greenpeace als große NGO ist durch Richtlinien sehr eingeschränkt, was die Teilnahme an organisiertem friedlichem Ungehorsam betrifft. Und im Gegensatz zu FridaysForFuture setzen wir auf erprobte NVDA (non violent direct action) Strategien. Uns ist aber wichtig zu betonen, dass hier jeder seinen Teil beiträgt.

Ich muss zur Arbeit – was ihr macht, ist unverschämt!

Wir wünschten, den Alltag zu beeinträchtigen wäre nicht nötig und die Entscheidung fällt uns nicht leicht. Wir selbst haben normale Jobs und würden im Alltag lieber nicht eingeschränkt werden.

Aber die erschreckende Realität ist, dass wir alle vom Klimakollaps und Artensterben betroffen sein werden, wenn unsere Regierungen keine ausreichenden Maßnahmen ergreifen. Solange unsere Politik die Krise ignoriert, sind unser Leben, Jobs und Zuhause in Gefahr. Bekannte Forscher und Fachleute sagen, dass auf einem überhitztem Planeten die Wirtschaft und damit die Gesellschaft zusammenbrechen wird. Mehr dazu in den Klima-Fakten. Wir können allen, die sich durch unsere Aktionen beeinträchtigt oder angegriffen fühlen nur raten, sich mit dem Ausmaß der Klimakrise beschäftigen.

Machen Konflikte auf der Straße und Festnahmen eure Aktivisten nicht kaputt?

Wir nehmen Achtsamkeit bei XR sehr ernst und haben sogar eine eigene Arbeitsgruppe, die sich nur mit Themen wie Stress, Burnout und gewaltfreier Kommunikation beschäftigt. Wir nennen das "Regenerative Culture" und beschäftigen uns mit Konfliktmanagement, Moderation während unserer Treffen sowie Unterstützung bei Aktionen und Verhaftungen.

Wir kümmern uns um alle unsere Aktivisten, verwahren vor Aktionen Wertsachen und sammeln Kontaktinformationen für den Notfall ein. Wir verfolgen genau, wohin sie nach der Festnahme gebracht werden, beraten wenn die Polizei zu grob oder diskriminierend vorgehen sollte und organisieren vorzeitige Entlassungen bei familiären Notfällen. Bei der Freilassung nehmen wir Aktivisten mit Essen, Getränken und Herzlichkeit in Empfang.

Wir wollen auf keinen Fall die unter Umständen traumatische Erfahrung einer Festnahme herunterspielen. Aber wenn du durch die Teilnahme an einer NVDA (non violent direct action) verhaftet wirst, wird sich die Regenerative Culture AG mit allem was in ihrer Macht steht darum sorgen, dass die Erfahrung so erträglich und moralisch erfüllend wie möglich ist.

Gibt es immer eine klare Unterscheidung zwischen Arrestables und Non-Arrestables?

Ja, im Rahmen unserer Möglichkeiten. Unserer Erfahrung nach besteht zwar eine geringe Chance, dass die Polizei Leute einsammelt, die sich nicht festnehmen lassen wollten, wenn die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Aber bisher sind unsere Aktionen relativ geordnet, in permanenter Absprache mit den Behörden abgelaufen und es gab immer eine klare Unterscheidung zwischen Aktivisten, die sich festnehmen lassen und Aktivisten, die das nicht wollten.