Gesichter der Rebellion


"Ich bin bei Extinction Rebellion seit ich gelesen habe wie 4-Grad heißere Welt aussehen wird. Im Oktober fahre ich zu den Protesten nach Berlin. Ich glaube die Politik wird alles ignorieren, was ignoriert werden kann. Deshalb hoffe ich, dass sich viele Menschen, die sonst für das Klima auf die Straße gehen, dafür entscheiden, dort auch einfach nicht mehr weg zu gehen. Es ist alles gesagt, wir müssen jetzt Druck aufbauen."

Jana, 28, war im Oktober 2019 bereits bei der letzten Rebellion Wave in Berlin dabei und ist aktiv in der Ortsgruppe Göttingen.
📸 @__littleblackbird__

"XR kennengelernt habe ich in Norwegen, aber erst die Göttinger Ortsgruppe hat mir das Potenzial dieser Klimabewegung gezeigt. In diesem Jahr ist es besonders wichtig Druck auf die Entscheidungsträger in Berlin auszuüben, damit sie verstehen, dass auch die Wissenschaft ökologische und soziale Gerechtigkeit fordert."

Aktivistin Joy ist 24 Jahre alt und wurde von @__littleblackbird__ fotografiert.

"Ich habe mich für XR entschieden, da Empathie und Gewaltfreiheit zentrale Werte der Bewegung sind. Wir leben alle im gleichen System, jeder Mensch hat seine Geschichte und eigene Gewohnheiten. Wir müssen gemeinsam etwas verändern und uns nicht gegenseitig an den Pranger stellen.

Es ist so leicht, den Klimawandel auszublenden und einfach weiter ein komfortables Leben zu leben. Durch Aktionen will ich stören und die Leute wachrütteln, dass wir nicht so weitermachen können."

Zu sehen sind Fabian, 31, mit seiner Tochter Lotta, 3 Jahre alt.
📸 Fotografiert hat @__littleblackbird__.

"Ich fahre am 5. Oktober nach Berlin, da ich in unsere Form der repräsentativen Demokratie jegliche Hoffnung aufgegeben habe und nun die einzige Möglichkeit eines Kurswechsels zu mehr Nachhaltigkeit im friedlichen Protest sehe; sprich ziviler Ungehorsam nach Gandhis Vorbild. Wie Niko Paech, Postwachstumsökonom, sagt: 'In einer parlamentarischen Demokratie wählt eine konsumverliebte Mehrheit keine Politik, die sie zu etwas zwingt, wozu sie freiwillig nicht bereit ist.`"

Dario ist 29, Philosophiestudent in Göttingen und seit kurzem in der Ortsgruppe aktiv. (Fotografiert von @__littleblackbird__)

"Ich fahre nach Berlin, weil ich im Angesicht der wissenschaftlichen Sachlage und der immer knapper werdenden Zeit keinen Ort wüsste, an dem ich im Moment mehr zu einer klimagerechteren Welt beitragen könnte.

Die bisherigen Schritte in Richtung Klimaschutz sind der drohenden Klimakrise in keinem Maße angemessen. Wir müssen jetzt handeln, um den drohenden Kollaps zu vermeiden."

Lena ist 24 und möchte eine Ausbildung als Gemüsegärtnerin beginnen.
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"Schon als Kind wollte ich unseren Planeten schützen und die Menschen davon überzeugen, ihn als unser Zuhause wertzuschätzen. Ich konnte nicht verstehen, warum wir auf den Mars auswandern sollten, wo wir doch unsere wundervolle Erde haben.

Seit Jahrzehnten ist die Klimakrise bekannt, aber es wird weggeschaut – viel zu lange schon. Ich wünsche mir sehr, dass wir es noch schaffen, die Katastrophe abzuwenden und dass die Welt weiterhin ein lebensfroher Ort bleibt. Ich möchte, dass jetzt endlich gehandelt wird und darum fahre ich nach Berlin."

Franzi ist 23 Jahre alt und seit anderthalb Jahren bei Extinction Rebellion Göttingen dabei. 📸 @__littleblackbird__

„Der Erde ist es egal, ob sie 1,5 oder 3 Grad wärmer wird. Uns Menschen sollte es nicht egal sein. Mit steigender Erhitzung werden auf der ganzen Welt die Verteilungskämpfe zunehmen. Es geht darum, die Errungenschaften unserer Zivilisation zu erhalten. Das sollten die Politiker:innen endlich ernst nehmen. Darum fahre ich nach Berlin.“

Merle, 36, ist Ärztin in Göttingen und aktiv bei XR Göttingen sowie bei der Lokalgruppe von XR Familien.

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