XR Deutschland Newsletter - Oktober 2021 (2)

Sehen wir uns in Berlin?

Liebe Rebell:innen,

wir haben es geschafft!

FDP, SPD und Grüne haben veröffentlicht, dass sie an der Regierung Bürger:innenräte eingesetzt werden sollen. Also ist unsere dritte Forderung, ein Bürger:innenrat zur ökologischen Krise, gerade zum Greifen nah.

Ohne die gigantische Arbeit von vielen Organisationen und ohne unseren Druck von der Straße wäre das nicht passiert! Aber jetzt müssen wir dafür sorgen, dass diese tatsächlich auch etwas zu sagen haben und es einen Rat zur Klimakrise und dem Globalen Artensterben gibt!

Auf der anderen Seite ist es aber auch enttäuschend: Statt Klimaneutralität 2025 gibt es nur einen Kohleausstieg 2030. Kein Tempolimit und immer mehr Wachstum. Und um einen draufzusetzen soll auch noch massiv Erdgas Infrastruktur soll ausgebaut werden.

Also müssen wir Druck machen. Wir können uns nicht auf die Politik verlassen, sondern müssen auf die Straße gehen!

Komm mit nach Berlin:


In ein paar Tagen ist es so weit: Die Gerechtigkeit Jetzt Aktionstage starten und gemeinsam mit FridaysForFuture, Seawatch und vielen mehr machen wir Druck für Gerechtigkeit. Denn ohne uns wird sich nichts bewegen.


Was wird passieren?


Es wird ungehorsam!
Vom 22.-24. Oktober werden wir zusammen mit Ende Gelände auf der Straße mit friedlichem zivilen Ungehorsam protestieren. Denn diese Verhandlungen werden unsere nächsten vier Jahre bestimmen und wir können nicht zulassen, dass unser Protest ignoriert wird.
Unsere Aktionen werden größtenteils gemeinsam mit anderen Bewegungen stattfinden und dann gilt der gemeinsame Aktionskonsens.
Alle aktuellen Infos erhälst du im Telegram Broadcast


Es wird groß!
Am 22. Oktober findet der große zentrale Klimastreik in Berlin statt. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Kanzler:innenamt, also komm vorbei und bring Flagge und Songbuch mit.


Es wird diskutiert!
Bei der “Konferenz der Visionen” vom 24.-27. Oktober wollen wir bewegungsübergreifend wir unsere Ideen für die Zukunft sammeln und breite Netzwerke aufbauen. Gemeinsam wollenw ir uns anschauen wie unser Protest aussehen kann, mit Workshops, Diskussionen und Vorträgen.
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Es wird noch viel viel mehr...
Schau dir hier das gesamte Programm an: gerechtigkeitjetzt.de



Anreise

Noch keine Anreise geplant? Kein Problem, denn FridaysForFuture hat aus ganz Deutschland Busse organisiert, mit denen ihr am Freitag pünktlich beim Klimastreik dabei sein könnt. Die Tickets kosten nur 10€ und in den meisten Bussen ist noch Platz.

Schau auch gerne in die Packliste, was du mitnehmen solltest und was eher nicht.


Das Camp

Direkt im Zentrum schlagen wir die Zelte auf. Wie beim RiseUp August sind wir direkt neben dem Haus der Kulturen und da könnt ihr bis zum 29.10. gerne dazukommen.
Natürlich gibt's Toiletten und Waschmöglichkeiten, aber auch Workshops und Diskussionen.

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Aktionstrainings

Jede:r sollte vor Aktionen ein Aktionstraining besucht haben, denn dort erfährst du was Gewaltfreiheit bedeutet, wie du dich gegenüber der Polizei verhalten kannst, wie es ist weggetragen zu werden und vieles vieles mehr.

Eines findet am Donnerstag in Berlin statt und online findest du auch die Rechtshilfebroschüre und ein Video Training zu den rechtlichen Fragen.


Bunte Luftballons – aber bestimmt nicht für einen Kindergeburtstag. Die Heliumballons zogen das Banner zum Auftakt der Rebellion Wave im Züricher Hauptbahnhof in die Luft. Damit riefen die schweizer Rebels zum Aufstand gegen das Aussterben auf. Hunderte folgten ihrem Ruf.

Über sechs Tage haben sie in der Schweiz mit täglichen friedlichen Aktionen gezeigt, dass wir die Passivität der Politik nicht länger hinnehmen. Und 170 Rebels ließen sich sogar verhaften!

Anfang Oktober ging es weltweit ab. So auch in den Niederlanden, wo insbesondere in Den Hague besonders kunstvoll rebelliert wurde.

Die Bahnhofsuhr in Zürich wurde mit einem XR Logo überklebt, denn: wir haben keine Zeit mehr! Hut ab für den eisernen und kreativen Einsatz all unserer Mitstreiter*innen! Mal sehen, was wir nächste Woche so alles auf die Beine stellen...

Du willst sehen, wie aktiv XR über Deutschland hinaus ist? Na dann schau mal im XR Global Blog vorbei.


Die Geschichte von Klimabewegungen ist lang - Mehrere Hundert Jahre umfasst die Geschichte antikolonialer Kämpfe, die sich gegen eben jenes System richtet, das die Klimakrise hervorgebracht hat und eben genau deshalb Kämpfe für Klimagerechtigkeit sind. Menschen im Globalen Süden und Indigene die gegen Pipelines und Fracking, Steinkohleförderung und Vertreibung durch europäischer Konzerne protestieren, legen den Grundstein für heutige Blockaden von Straßen oder Braunkohlewerken.

Aus diesen mehreren hunderten Jahren an antikolonialen Kämpfen gegen das toxische System, das die Klimakrise hervorgebracht hat, wollen wir in kommenden Newslettern eine Gruppe oder einen Kampf vorstellen, würdigen und uns inspirieren lassen:

Masig Island, Australien

Die Bewohner*innen von Masig Island und weiteren der Torres Strait Islands, die zu Australiens First Nations zählen, haben 2019 eine Klage gegen Australien vor den Vereinten Nationen eingereicht.
Denn indem Australien keine ausreichenden Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen beschließt, verletzt der Staat, so die Kläger*innen, ihre grundlegenden Menschenrechte darunter das Recht ihre Kultur auszuleben.

Das Leben der Bewohner*innen der Torres Strait ist unmittelbar an das Land und den Erhalt der Inseln gebunden. Gerade um ihre Kultur ausleben zu können sind die Inseln grundlegend. Beides wird durch die Klimakrise bedroht und schon jetzt kämpfen die Menschen gegen immer stärkere Fluten, erodierende Küstenlinien und Ernteausfälle. Heilige Stätten für Geburts Zeremonien werden überflutet, wie der Priester und Polizist Ned Mosby aus Masig Island berichtet, das habe auch Auswirkungen auf die mentale Gesundheit der Menschen.

“Normal people would say, Let’s pack up and get out of here” meint Dimas Toby, Abgeordneter der Insel. Doch ein Umzug auf das Festland hätte ein Aussterben der indigenen Kultur zur Folge: "We’ll go extinct, because we’ll have nowhere to practice [our culture]”


Rebellische Grüße!

Extinction Rebellion Deutschland


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