Die Lüge vom klimaneutralen Ökogas

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Extinction Rebellion Darmstadt macht auf Greenwashing bei ENTEGA aufmerksam

entega sieht sich als Gestalterin der Energiewende und wirbt mit sogenanntem „Ökogas“. Dieses wird als zertifiziert klimafreundlich beworben und trägt angeblich zum Schutz des Klimas bei. Es handelt sich dabei jedoch schlicht um Erdgas und damit um einen fossilen Energieträger. Der Hauptbestandteil davon befeuert die Klimakrise weiter. Hungersnöte, Dürren, Überschwemmungen werden für den größten Teil der Menschheit in unserer Welt Alltag. Folgen davon werden Kriege um Ressourcen & Nahrung, unbewohnbare Landstriche um den Äquator herum, Verlust von Küstenregionen, ständige Superstürme, exponentiell steigende Waldbrandintensität und viele weiteren Wetterkatastrophen, wie zuletzt die unvorstellbaren Überschwemmungen im Westen Deutschlands und in Österreich, undenkbaren Ausmaßes sein.

Hinzu kommt, dass die Waldschutzprojekte, mit denen sich die entega die Weste weiß / grün wäscht bei näherer Betrachtung Teil eines deutlich intransparenten Systems aus Zertifikaten sind. Sie verrät nichts darüber auf ihrer Website, in ihrem Nachhaltigkeitsbereicht oder auf Nachfrage durch eigene Kunden, wie sie ihre Treibhausgase ausgleicht. Erst nach einer monatelangen Recherche in Zusammenarbeit mit einem Redakteur der ZDF Faktenchecker, brasilianischen XR-Rebellen und der Linkspartei Darmstadt war es uns möglich, diese Ausgleichsprojekte ausfindig zu machen.

Die 2 Kompensationsprojekte der entega
Das erste nennt sich Florestal Santa Maria REDD Projekt und sitzt im Brasilianischen Amazonas-Regenwald in Mato Grosso. Der Regenwald soll mithilfe dieses Projektes vor Holzeinschlag geschützt werden und rechtfertigt so die Herausgabe on Millionen von Ausgleichszertifikaten jährlich. Genutzt werden diese Zertifikate dann von Unternehmen im Westen, um ihre Produkte klimaneutral darstellen zu können. Eine Studie zeigt allerdings auf, dass mithilfe von Projektgeldern der UN Gebiete geschützt werden, die von vornherein niemals von Abholzung bedroht waren. Zudem hat sich anscheinend die "nachhaltige Holznutzung" innerhalb des Gebietes seit Projektgründung mehr als veroppelt und zu noch mehr Abholzung außerhalb des eigentlichen Projektgebietes geführt.Hier mehr Infos.

Holzeinschlag vor und während des REDD-FSM Projektes

Das nächste Projekt in Madre de Dios, Brazil Nut Concession Forest Conservation Project und liegt im Peruanischen Amazonasgebiet. Auf einer Größe von 300.000 Hektar Regenwald wird es den dortigen Einwohnern und indigenen Völkern in Zusammenarbeit mit der Bosques Amazonicos (BAM) ermöglicht, eigenverantwortlich Paranüsse zu ernten und zu vertreiben. Paranuss-Bäume lassen sich nicht in Monokulturen kultivieren, da sie in Symbiose mit den wild lebenden Prachtbienen existieren. Dieser Umstand macht sie ideal als Walderhaltungsprojekt. Jedoch gibt es Berichte über illegalen Goldabbau in diesen Projektgebieten. Es wird dort unwiderbringlich Wald gerodet und abgefackelt, Flüsse und Seen werden mit giftigen Chemikalien, die zur Goldgewinnung benötigt werden, verseucht. Zusätzlich werden die indigenen Menschen von den Goldbergbauern bedroht, verjagt und möglicherweise sogar getöt. Sie verlieren derzeit ihre Heimat und müssen mitansehen, wie riesige Maschinen sich durch ihre heimatlichen Wälder und ihre Böden fressen und nur Tot und Zerstörung hinterlassen. Die Konzessionäre der Peruanischen Brazil Nut Projekte lassen sich von den illegalen Bergbauern mit bis zu 15 Gramm Gold die Woche und laden sie in die schützenswerten und Treibhausgas-zertifizierenden Gebiete ein! Dabei entstehen bereits mehr als doppelt so viel CO2 Emissionen, als die entega überhaupt ausgleichen möchte. Mehr erfahren

Satellitenbild

Illegaler Goldbergbau

Projektgebiet mit Abbau-Zonen

Bilderquelle redd-monitor.org


Generell hat eine Studie von Greenpeace ergeben, dass die Methoden der Berechnung des Kompensationspotentials der referenzierten Projekte übertrieben sind. (quelle?)

Momentan wird das klimaneutrale Erdgas, dass die entega so kräftig bewirbt, beinahe komplett mit dem 2.Projekt, also der REDD Project in Brazil Nut Concessions in Madre de Dios. Wir haben die entega gefragt, ob sie von den illegalen Machenschaften weiß. Eine Antwort haben wir bisher nicht erhalten. entega, wir erwarten von dir eine transparente Darstellung deiner Kompensationsprojekte, Darmstadts Bevölkerung als Haupteigentümer eine Teilhabe an den Entscheidungsprozessen in deiner Klimapolitik und einen sofortigen Stopp deiner verbrauchertäuschenden Erdgas Werbung und deiner klimaschädlichen Kompensationsmachenschaften. Nutze die Gelder, die du zur Kompensation von Treibhausgasenam anderen Ende der Welt nutzt, viel eher in den Ausbau wirklich Treibhausgas-freier Technologien in deinem Netz. Du verspielst unsere Zukunft für ein grünes Image!

Am Samstag, den 24. Juli, werden wir ab 11 Uhr mit einer Aktion vor dem entega-Point am Ludwigsplatz 9 das dreckige Erdgas der entega symbolisch rein- bzw. grünwaschen.

Ausgestattet mit einer grünen Waschmaschine, grüngefärbten T-Shirts und einer stündlich wiederholten Rede wollen wir Passanten auf das Problem des „Grünwaschens“ von Erdgas mittels „Öko“-Label aufmerksam machen.

Mit einem Flyer fordern wir entega nicht nur auf, endlich die Wahrheit zu sagen und Verbraucher*innen nicht länger zu täuschen, wir haben darauf auch einen QR-Code, der zu einer ausführlichen Präsentation des Themas führt und tiefgehend aufklärt.