Mit grün gefärbtem Brunnenwasser protestieren Aktivist*innen von
Extinction Rebellion Deutschland am heutigen Morgen deutschlandweit
gegen die konzernfreundliche Gaspolitik und das Greenwashing von
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Kunstaktion mit dem
ungiftigen Farbstoff Uranin soll in Bayreuth, Berlin, Nürnberg und mehr
als 10 weiteren Städten auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als
Energieträger aufmerksam machen.
Im Schulterschluss mit Ende Gelände
will die Gruppe die für Pflanzen, Tiere und auch Menschen katastrophalen
Folgen weiterhin steigender CO2-Emissionen angesichts der Klimakrise
zurück in das Bewusstsein der Gesellschaft bringen.
"Sich auf Gas als Energieträger zu versteigen ist nicht nur schlecht für
die Umwelt, Katherina Reiche sorgt damit auf lange Sicht für steigende
Energiepreise für Verbrauchende! Dabei bringen Windkraft und Solar heute
schon sichere und preiswerte Energie und tragen gleichzeitig zur
Energie-Unabhängigkeit Deutschlands bei."
"Mit der Gaspolitik von Katherina Reiche wird Deutschlands Energie
abhängiger von den USA, die unter Trump kein verlässlicher Partner mehr
sind! Warum bremst sie die heimische, nachhaltige Energieerzeugung mit
fadenscheinigen Argumenten aus? Offensichtlich im Interesse der Profite
großer Gaskonzerne. Das unterhöhlt unsere Demokratie und führt uns
weiter in eine eskalierende Klimakrise."
Hinweis:
Uranin ist ein ungiftiger, fluoreszierender Farbstoff, der unter anderem
zur Dichtheitsprüfung, als Köder im Angelsport und für Badesalze
verwendet wird. Der gelb bis grün fluoreszierende Farbstoff verschwindet
in Abhängigkeit mit der Intensität nach einigen Stunden bzw. Tagen. Vor
Ort wurde eine geringe Menge verwendet (ca. 0,1g bis 1g pro 1000L
Wasser).