Extinction Rebellion - Was wir aus Hallam lernen können

Geschrieben von Rebecca Fleischmann und und Tino Pfaff am 28.11.2019

English below

Rebecca und Tino von XR ziehen ihr Fazit, nach einem Gespräch mit einem Holocaustforscher

Roger Hallams Holocaustverharmlosungen und -vergleiche lösten in unserer Bewegung ein Erdbeben aus. Sehr viele von uns waren empört und fassungslos über seine Worte. Es gab auch Austritte. Viele sind verunsichert und wollen warten, bis der Sturm vorüberzieht. Manche stellen sich hinter ihn. Andere sehen uns am seidenen Faden hängen. Wir wünschen uns, dass unsere Bewegung diese Krise als Chance begreift, wichtige Lehren zieht und sich weiterentwickelt.

Die Debatte um Hallams Äußerungen wird in unserer Bewegung sehr emotional geführt. Auch wenn Emotionen bei uns Raum haben sollen - dürfen sie nicht die Debatte bestimmen. Um Hallams Aussagen zu bewerten, müssen wir uns inhaltlich damit auseinandersetzen, was geschehen ist. Ob Hallams Äußerungen antisemitisch waren, ist keine Geschmacksfrage, es geht um Argumente. Um sie besser einordnen zu können, haben wir Prof. Dr. Jürgen Manemann, Experte für Post-Holocaust-Philosophie/Theologie, um seine Einschätzung gebeten. Auf dieser Basis haben wir uns eine Meinung gebildet - die wir in der folgenden Positionierung erläutern.

Was ist passiert?

Hallams Aussagen zum Holocaust waren ein geplanter Coup, um Medienaufmerksamkeit zu gewinnen - wie seine öffentlich gewordene Mail mit Strategieempfehlungen verdeutlicht. Nach Jürgen Manemann ist diese Instrumentalisierung antisemitisch: „Roger Hallam hat nicht nur den Holocaust relativiert. Er hat die Relativierung der nationalsozialistischen Judenvernichtung in der Absicht vorgenommen, die eigene Macht zu stärken, Spaltung zu betreiben und anderen zu schaden. Damit hat er die Opfer des Holocaust bewusst verhöhnt und missbraucht. Das ist Antisemitismus.“ Auch die Vergleiche mit der Klimakrise sind nach Manemann antisemitische Akte: „Vergleiche mit Auschwitz dienen häufig der Gleichmacherei und zielen auf das Vergessen“. Und sie sind faktisch falsch: „Die Klimakatastrophe ist nicht mit Auschwitz vergleichbar.“ In der Klimakrise können wir „genau erklären, wie und warum es dazu gekommen ist, ebenso wissen wir, warum sich bis heute nichts ändert. Im Kontrast dazu: „Unverstehbar ist bis heute dieser ,Glaube' und diese ,Vision' von der ,Endlösung' inmitten eines politischen, bürokratischen und technologischen Systems einer Industriegesellschaft. Unverstehbar ist der Totalitarismus, der zum einen in der Vernichtungsintention bestand, die Jüd*innen in der ganzen Welt auszulöschen, zum anderen in der Einbeziehung großer Teile der Bevölkerung in den Vernichtungsprozess.“

Die Gefahr von Hallams Verharmlosungen liegt nach Manemann darin, dass "sich Revisionist*innen und Faschist*innen durch Äußerungen von Roger Hallam bestätigt sehen". Solch eine Bestätigung stellt ganz prinzipiell für die jüdische Community eine Bedrohung dar, und umso mehr wieder in der Gegenwart: Neurechte Gruppierungen wachsen in Europa rapide heran, Deutschland spielt dabei eine zentrale Rolle. Antisemitisches Gedankengut etabliert sich zunehmend wieder in unserer Gesellschaft und Parteienlandschaft. Diese Entwicklungen fanden ihre Zuspitzungen jüngst in der Ermordung eines deutschen Politikers und einem antisemitisch motivierten Anschlag in Halle. Auch für uns stellen Hallams Äußerungen eine Gefahr dar. Nach Manemann könnten sie Faschist*innen ermuntern, sich uns anzuschließen und eine Querfront zu bilden. Das ist eine Bewegung, die quer zu links- und rechtsgerichteten politischen Standpunkten steht und in der es Versuche gibt, Zustimmungen für eine anti-emanzipatorische Agenda zu bekommen.

Was nun?

Die nächsten Schritte sind eindeutig. Wir müssen die bisherige Distanzierung von Roger Hallam konsequent weiterdenken. Statt uns zu verteidigen oder den Kopf einzuziehen, müssen wir diese Möglichkeit ergreifen, einen Lernprozess anzustoßen. Dabei gilt es fundierte Kritiken und Expert*innenmeinungen einzufordern und anzunehmen.

Nach Manemann gibt es auf Antisemitismus nur eine Antwort: Ihn "als solchen klar und deutlich zu benennen und ihm mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu widerstehen.“ ​​​​​​​Das bedeutet klar zu machen, wer den Holocaust relativiert, vergleicht und instrumentalisiert, äußert sich antisemitisch. Ohne Wenn und Aber. Eine solche Benennung hat mit der schnellen und entschiedenen Distanzierung von XR-Deutschland nach Hallams Zeit-Interview von letzter Woche begonnen: Wir haben verdeutlicht, dass er damit gegen die "Prinzipien von XR [verstößt], die Antisemitismus nicht dulden" und "bei XR Germany nicht mehr willkommen“ ist. Dies muss in Zukunft weitergeführt werden. Die bloße Benennung antisemitischer Positionen reicht jedoch nicht aus, wir müssen ihnen auch widerstehen. Das heißt: Grenzen setzen. Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, macht deutlich, wie diese Grenzen aussehen müssen. Wir müssen ihm zufolge klarstellen, dass wir solche Ansichten in unseren Reihen nicht dulden wollen. Nicht dulden – das bedeutet, dass Personen die sich antisemitisch äußern, kein Teil unserer Bewegung sein können. Die Inklusivität von Weltanschauungen muss Grenzen haben - dort wo sie andere verletzen oder gefährden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch das 6. Prinzip von XR ist hier eindeutig:

„Alle sind willkommen – so wie sie sind: Wir arbeiten aktiv daran, ein geschütztes und für alle zugängliches Umfeld zu schaffen.“ Es enthält ein Addendum, das die Implikationen dieses Prinzips verdeutlicht: "Verhalten, das Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit, Klassendiskriminierung, Altersvorurteile und alle anderen Formen der Diskriminierung, einschließlich beleidigender Sprache, aufweist, akzeptieren wir weder persönlich noch online.“ Denn ein geschütztes Umfeld zu schaffen bedeutet, Diskriminierung nicht zu tolerieren.

Doch Grenzen bringen wenig, wenn wir nicht gleichzeitig ihre Achtung einfordern. Personen die bewusst andere verletzen und gefährden, müssen ausgeschlossen werden. So auch – aber nicht nur – Roger Hallam. Es geht um eine klare Haltung gegenüber Positionen – nicht Menschen. Nichts spricht gegen zweite Chancen; wenn Menschen glaubhaft Einsicht zeigen, dass ihre Positionen falsch und verletzend waren, und sie sich geändert haben. Doch Hallams Entschuldigung liest sich wie eine Rechtfertigung. Seine Strategie hat er stringent weiterverfolgt – mit weiteren horrenden Verharmlosungen und Vergleichen.

Tell The Truth – bedeutet auch ehrlich zu uns selbst zu sein. In einem Prozess der Reflexion und Selbstkritik müssen wir über strukturelle Probleme, versteckte Ideologien und Machthierarchien reden. Und über Menschlichkeit in der abstrakten Klimaperspektive. Die versteckte Ideologie hinter Hallams Äußerungen ist eine der reinen Quantitäten, in der menschliche Motive nicht beachtet werden. Es ist eine gezielte Übersimplifizierung, eine Logik des Zweckes, der alle Mittel heiligt. Bleibt sie unreflektiert und unangefochten, wird sie zur Bedrohung für die Integrität der gesamten Klimabewegung. Es ist notwendig, Hallams Texte kritisch zu analysieren, um ihrem ideologischen Einfluss auf unsere Bewegung entgegenzuwirken. Und es gilt, Bildungsangebote zu organisieren - wie es Rebell*innen für unser kommendes nationales Treffen getan haben*. Auch versteckte Machthierarchien wurden durch Hallams Versuch deutlich, XR Deutschland für seine perfide Strategie zu missbrauchen. Wir können von XR UK noch so unabhängig sein, solange Hallam in der Öffentlichkeit als Gesicht unserer Bewegung wahrgenommen wird, gesteht ihm dies eine gewaltige Macht über uns zu. Viele Gründer*innen von XR wirken Machtkonzentration nicht entgegen, so wie es unser 7. Prinzip vorsieht, sondern nutzen diese aktiv. Wir haben uns zu blauäugig darauf verlassen, dass alle sich an unsere Prinzipien des Machtausgleichs und der Dezentralität halten. Wir müssen sie stattdessen einfordern. Einige strukturelle Schwächen fachen diese Problematik an. Unser 8. Prinzip, das uns vor Schuldzuweisungen schützen soll, kann bei einem missverständlichen Gebrauch verhindern, dass Menschen zur Verantwortung gezogen werden. Und auch die Natur der Klimakrise stellt uns vor Herausforderungen. Da sie abstrakt ist und zu einem Denken in bloßen Zahlen verleitet, gilt es unsere Menschlichkeit aktiv zu schützen. Manemann mahnt, der Philosoph Theodor W. Adorno habe immer wieder darauf hingewiesen, "dass Auschwitz ohne die Kälte in der bürgerlichen Gesellschaft nicht möglich gewesen wäre. Wer Vernichtung entgegenwirken will, muss der Kälte zwischen den Menschen widerstehen." Manemann zufolge sollte unsere Regenerationskultur "eine Gegenkraft zur gesellschaftlichen Kälte sein".

Die Richtung, das sind wir

Angesichts unserer Dezentralität müssen Richtungsentscheidungen von der ganzen Bewegung getroffen werden. Alle mit der nötigen Informationsbasis zu versorgen, um diese Entscheidung gewissenhaft zu treffen, stellt uns vor eine riesige Herausforderung. Deswegen rufen wir alle Ortsgruppen auf: Lasst eure Rebell*innen diese Positionsempfehlung lesen und sich mit unseren Argumenten auseinandersetzen. Lasst sie über die Positionen beratschlagen, die sie vertreten möchten, sowie über die Veränderungen, die sie für nötig halten. Tragt ihr Stimmungsbild ins bundesweite Treffen, damit wir dort entscheiden, wie es in Zukunft bei uns weitergeht. Wie es weitergeht, wenn wir nicht handeln, verdeutlicht der neuste Emissions Gap Report: Selbst wenn alle Länder des Paris-Abkommens ihre Klimaziele erreichen, wären wir auf Kurs einer Erderwämung von 3.2°C** - und Teile der Welt dann unbewohnbar. Diese Zahlen verdeutlichen: es braucht unsere Entschlossenheit im Kampf gegen die Klimakrise. Und es braucht Haltung, damit aus Verzweiflung nicht Unmenschlichkeit wird. Für uns ist klar: Dies ist nicht die richtige Zeit für Personenkulte, Selbstverteidigung und Spaltung. Es ist die Zeit für Erinnerung, Reflexion und Weiterentwicklung. Es ist die Zeit für Menschlichkeit. Und es ist Zeit für Roger Hallam zu gehen.

Rebecca Fleischmann, Tino Pfaff

*bei der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (farn)

**bis Ende des Jahrhunderts, ggü. vorindustriellem Niveau

Extinction Rebellion – What we can learn from the Hallam-incident

Rebecca and Tino from XR in conversation with a Holocaust researcher

Roger Hallam's Holocaust comparison and relativization triggered an earthquake in our movement. Many of us were outraged and stunned by his words. People also began to leave XR. Many are unsure what to do, and want to wait until the storm passes. Some defend him. Others see us hanging by a thread. We hope that our movement sees this crisis as an opportunity, learns important lessons, and further develops.

The debate about Hallam's utterances is highly emotional within XR. Even though emotions should have a place for us, they must not solely determine the debate. In order to evaluate Hallam's statements, we also have to deal with what has happened. Whether Hallam's remarks were anti-Semitic or not is not a matter of taste, it's about rational arguments. To better understand these, we asked Professor Jürgen Manemann, an expert on post-Holocaust philosophy and theology, for his evaluation. On this basis, we have formed our own opinion,

which we explain in the following statement.

What happened?

Hallam's statements about the Holocaust* were a planned coup to attract media attention - as his publicized email with instructions proves. According to Jürgen Manemann, such instrumentalization is anti-Semitic: "Roger Hallam not only relativized the Holocaust, he purposively relativized the Nazi extermination of Jews in order to strengthen his own power, and to divide and harm others. He deliberately mocked and abused the victims of the Holocaust. That is anti-Semitism.”

The comparisons with the climate crisis are also anti-Semitic, according to Manemann: "Comparisons with Auschwitz often seek leveling it down and aim at forgetting.” And these comparisons are, in fact, wrong: “The climate catastrophe is not comparable to Auschwitz. In the climate crisis, we can exactly know how and why it came to today's situation, as well as why nothing has changed. In contrast, even today, the 'belief' and 'vision' of the 'Final Solution', enacted through a political, bureaucratic and technological system of an advanced industrial society is incomprehensible. What is incomprehensible is totalitarianism, which, on the one hand, consisted in the intentional desire to wipe out and destroy Jews throughout the world, and, on the other, to include other large parts of the population in the extermination process."

According to Manemann, the danger of Hallam's belittling is that "revisionists and fascists see themselves confirmed by Hallam's remarks." Such an endorsement in principle poses a threat to the Jewish community, and even more so in the present: new right-wing groups are growing rapidly in Europe, with Germany playing a central role in this rise. Antisemitic ideas are increasingly being established in our society and the landscape of our political parties. These developments recently found a culmination in the murder of a German politician and an antisemitic attack in Halle. Hallam's statements also pose a danger to XR. According to Manemann, they could encourage fascists to join us and form a so-called “Querfront”. That would be a movement that is at odds with both left-wing and right-wing political views, as an attempt to establish an anti-emancipatory agenda.

What now?

The next steps are clear. In XR, we need to continue our effort to distance ourselves from Roger Hallam. Instead of defending ourselves, or pulling in our heads, we need to seize this opportunity to begin a learning process. It is important to demand and accept well-founded critique and expert opinions.

According to Manemann, there is only one answer to anti-Semitism: "to name it clearly and to resist it with all means at our disposal." That means to make clear, that those who compare the Holocaust to the climate crisis, act anti-Semitic. With no ifs and buts. Such a process has begun with XR Germany's quick and decisive distancing from Hallam following last week's interview. We have made it clear that Hallam has violated the "principles of XR" which do not tolerate anti-Semitism. Consequently, Hallam is no longer welcome at XR Germany. This process of reflection must, however, continue in the future. The mere naming of anti-Semitic positions is not enough; we must also resist them. This means setting limits. Josef Schuster, chairman of the Central Council of Jews in Germany, makes it clear what such a limit should look like. We must make it clear to Hallam that we do not tolerate such views in our ranks. And that we will not tolerate people who express anti-Semitic views; they cannot be part of our movement. The inclusiveness of such world views must have its limits when they hurt or endanger others. Human dignity is inviolable. The 6th principle of XR is very clear about this need:

"Everyone is welcome - the way they are: we are actively working to create a safe and accessible environment." It contains an addendum that illustrates the implications of this principle: "Racism, sexism, anti-Semitism, Islamophobia, Homophobia, disability, class discrimination, age prejudice and all other forms of discrimination, including insulting language, are not accepted, either personally or online."** Creating a safe environment means not tolerating discrimination.

But these limits mean little if we do not simultaneously demand that they are respected. People who deliberately injure and endanger others must be excluded. So too - but not only - Roger Hallam. It's about having a clear attitude towards positions - not people. No one is speaking against anyone having a second chance when people credibly acknowledge that their positions were wrong and hurtful and that they have changed. But Hallam's apology reads like a justification. He continues to pursue his strategy in his statement by making further horrendous trivialities and comparisons.

"Tell The Truth" also means being honest with ourselves. In a process of reflection and self-criticism, we have to talk about structural problems, hidden ideologies and power hierarchies. We also have to talk about humanity, even within our abstract discussions about the climate crisis. The hidden ideology behind Hallam's utterances is one that is purely numerical, and thus ignores human motives. It is a deliberate oversimplification, and is based on a logic in which the ends justify all means.

If this position is not reflected on and challenged, then it threatens the integrity of the entire climate movement. It is necessary to critically analyse Hallam's texts in order to counteract their ideological influence on our movement. And it's about organizing education - as rebels have done for our upcoming national meeting. Hidden power hierarchies have also been revealed by Hallam's attempt to abuse XR Germany for his perfidious strategy.

We can be autonomous from XR UK, but so long as Hallam is perceived in the public as the face of our movement, it grants him a tremendous power over us. Many founders of XR do not oppose power concentration, as our seventh principle foresees, but actively seek it. We have been too naive as we have simply relied on our principles of power mitigation and decentralization. We have to demand them instead. Other structural weaknesses add to this problem. Our 8th principle, which aims to protect us from naming and shaming, can prevent people from being held accountable. And the nature of the climate crisis also presents us with challenges. Since it tends to be thought of in abstraction, it lends itself to thinking purely in numbers. It's important to actively protect our own humanity. Manemann reminds us that the philosopher Theodor W. Adorno repeatedly pointed out that "Auschwitz would not have been possible without a coldness in human relationships. If we want to fight extinction, then we must also resist this coldness." According to Manemann, our regeneration culture should confront this social coldness.

We are the direction

Given XR's decentralization, decisions about the future must be made by the whole movement. Providing everyone with the necessary information to conscientiously make that decision presents us with a huge challenge. That's why we call on all the local (city) groups: Let your rebels read this position, and our recommendations, in order that they can respond to it. Let them discuss the positions they want to represent XR and the changes they think are needed. Carry these perspectives to the nationwide meeting, so that can we decide there how we will continue in the future. If we do not act, the latest emissions gap report shows that even if all the countries of the Paris Agreement achieve their climate goals, we would still be on the course of a global warming of 3.2 ° C***. – with parts of the world becoming uninhabitable. These figures make it clear that we need our determination in the fight against the climate crisis. And an attitude that does not allow despair to slip into inhumanity. For us it is clear: This is not the right time for personality cults, self-defensiveness, and division. It is the time for memory, reflection and development. It is the time for humanity. And it's time for Roger Hallam to go.

Rebecca Fleischmann, Tino Pfaff

28 November 2019

* or even if one believes his apologies, at least his reaction afterwards

** equivalent to the parts of the long version of this principle from XR UK: “Physical violence or the incitement of violence towards others is not accepted. Discriminatory behaviour, language or behaviour that exhibits racial domination, sexism, anti-semitism, islamophobia, homophobia, ableism, class discrimination, prejudice around age and all other forms of oppression including abusive language towards others, either during an action or elsewhere, is not accepted whether physically or online.”

*** until the end of the century, in comparison to pre-industrial levels