Wa(h)re Weihnacht?

Wir protestierten in der Heidelberger Hauptstraße gegen weihnachtlichen Konsumwahn und Fast Fashion.

Einige Rebell:innen protestierten dabei halbnackt im Schaufenster eines Modegeschäfts in der Heidelberger Hauptstraße, um auf die klimaschädlichen Folgen unserer Überflussgesellschaft aufmerksam zu machen.

Dabei waren auch 50 weitere Menschen, die in der Einkaufsstraße mit einem überdimensionalen Weihnachtsmann, riesigen Geschenken und einem weihnachtlichen Chor Aufmerksamkeit erregten.

Klima über Profit

Während im Globalen Süden die Katastrophe schon in vollem Gange ist, verwandeln wir hier Weihnachten immer weiter in ein Fest des Konsums. Und das ist auch kein Wunder: Die Industrie gibt pro Jahr 30 Milliarden Euro für Werbung aus (Quelle: statistisches Bundesamt), damit wir Dinge kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen. Dabei trägt gerade dieser kurzlebige Konsum einen bedeutenden Anteil zur Klimakrise bei.

Als Weihnachts-Chor sangen wir umgedichtete Lieder wie "Leise steigt CO2" oder "Stille Welt, tote Welt"

Heute Mode morgen Müll

Unsere Mode ist zu einem Wegwerfartikel geworden. Und das auf Kosten des Klimas, der Biosysteme und der Menschen im Globalen Süden.

- Es dauert 13 Jahre, um das Wasser zu trinken, das für die Herstellung eines T-Shirts und einer Jeans verbraucht wird. (Quelle: Oxfam)
- Die Fast Fashion Industrie ist verantwortlich für 20% des Abwassers weltweit. (Quelle: UN)
- Die Textilindustrie verursacht rund 1,2 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr – mehr als internationaler Flug- und Schiffsverkehr zusammen (Quelle: NDR)