Beethoven is standing still

Wer bei den Worten „Standing Still“ an Songtexte von Roman Lob denkt, irrt: denn bei unserer Aktion am Samstag, den 20.07.19, ging es um Herzschmerz der etwas anderen Art. Mit einer neuen Aktionsform wollten wir auf die Vielzahl durch die Klimakrise bedrohter und bereits ausgestorbener Arten hinweisen. Im XR-Style kombiniert mit mehreren Die-Ins.

Aktivist_innen in Zivil gingen undercover und mimten interessierte Passanten.

Das Konzept: 10 in Schwarz gekleidete Aktivist_innen halten Plakate hoch, auf denen ausgestorbene und bedrohte Arten zu sehen sind. Die Gesichter und Hände der Aktivistis sind mit Kunstblut beschmiert, sie tragen unsere Fahnen, stehen still. Weitere Aktivist_innen verteilen Flyer, wieder andere tarnen sich als interessierte Passanten in Zivil. Zum Klang einer Klangschale werden die Namen verstorbener Arten verlesen.

Soweit so gut. Dann kommt Bewegung in die Sache. Zwölfmal erklingt der Schlag einer Pauke. Die Aktivist_innen und die gemimten Passanten gehen zeitgleich zu Boden. Ein klassisches Die-In, große Verwunderung aufseiten der Zuschauer. Nach etwa fünf Minuten wird zum Paukenschlag aufgestanden, Umstehende spenden Applaus.

Aufmerksamkeit und Bestürzung sind wichtig, um Umstehende zum Nachdenken anzuregen.

Auch wenn „Standing Stills“ und „Die Ins“ relativ simpel umzusetzende Aktionsformen sind, kommt der Effekt einer Theaterdarbietung gleich. Vor allem aber schaffen sie Aufmerksamkeit und Bestürzung, die wichtig sind, um Zuschauende zum Nachdenken zu bewegen.

Durch das anschließende Die-In sorgten wir bei den Umstehenden für einen gelungenen Überraschungseffekt.