Sammeln ab 8:30 Uhr.
Start ist 8:45 Uhr.
🌍 Aufruf zur symbolischen Straßenblockade für eine klimagerechte Wärmewende!
Wir fordern von der Stadt Dresden einen echten, ambitionierten Wärmeplan: Schluss mit fossilen Heizungen – wir brauchen CO₂-freies Heizen, einen raschen Ausbau klimaneutraler Wärmenetze und damit niedrigere Heizkosten für alle. Der aktuelle Entwurf für den kommunalen Wärmeplan bis 2040 reicht nicht: Wir lassen uns nicht mit vagen Absichtserklärungen abspeisen.
Deshalb blockieren wir symbolisch den Fritz-Foerster-Platz: am 11.12.2025, ab 8:30 Uhr, viermal 7 Minuten – jede Richtung einmal. Unsere Aktion steht für Dringlichkeit, Solidarität und den klaren Wunsch, die Wärmewende jetzt zu beschleunigen. Kommt zahlreich, bringt eure Freund:innen mit – gemeinsam machen wir Druck für eine gerechte, klimaneutrale Wärmeversorgung. 🔥🌱
Wir fordern, dass Dresden das Wärmeplanungsgesetz (WPG) voll ausschöpft und die kommunale Wärmeplanung nicht nur erfüllt, sondern beschleunigt – mit klaren Fristen und verbindlichen Ausbauzielen statt unverbindlichen Prüfpunkten. Wir erwarten, dass die Stadt das GEG konsequent nutzt, um fossile Heizungen zügig abzulösen und erneuerbare Wärme flächendeckend vorzuschreiben. Dresden muss sofort den Ausbau von wärmenetzfähigen Quartieren priorisieren, statt ihn auf spätere Planungsphasen zu verschieben. In allen übrigen Stadtgebieten soll die Stadt eine koordinierte Strategie für Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und saisonale Wärmespeicher vorlegen. Zudem verlangen wir ein transparentes Zielszenario, in dem jedes Viertel klar zugeordnet ist – inklusive technischer Roadmaps, Investitionsbedarf und Zeitplan. Nur so entsteht eine echte, sozial gerechte Wärmewende, die fossile Abhängigkeiten beendet und die Heizkosten langfristig senkt.
Als Anstriche - wir fordern von der Stadtverwaltung und dem Stadtrat:
- Ambitionierter kommunaler Wärmeplan bis 2040: Der Stadtrat soll einen klaren Fahrplan zur Reduktion fossiler Heizungen festlegen, der den Übergang zu erneuerbaren Wärmequellen, den Ausbau effizienter Wärmenetze und die Optimierung der Energieeffizienz von Bestandsgebäuden regelt. Ziel ist es, langfristig Heizkosten für Bürger und die Stadt zu senken.
- Vollständige Nutzung des Wärmeplanungsgesetzes (WPG): Die Stadtverwaltung soll die Möglichkeiten des WPG ausschöpfen, um verbindliche Vorgaben für Wärmenetze zu erarbeiten, die Versorgung mit erneuerbarer Wärme fördern und Abhängigkeiten von fossilen Energien reduzieren.
- Wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen zur Wärmewende: Alle Maßnahmen sollen klar auf Kosten- und Energieeinsparungen für Bürger und Unternehmen ausgerichtet sein. Die Stadt soll Anreize schaffen, um langfristig Betriebskosten zu senken, regionale Wertschöpfung zu stärken und lokale Arbeitsplätze zu sichern.
- Soziale Ausgleichsmaßnahmen für Haushalte: Der Stadtrat soll sicherstellen, dass einkommensschwache Haushalte nicht übermäßig belastet werden.
- Transparenz und Bürgerbeteiligung: Entscheidungen zur Wärmewende sollen transparent kommuniziert werden. Bürger sollen frühzeitig in Planungen einbezogen werden, um Akzeptanz und wirtschaftliche Effizienz zu erhöhen.
Wasserstoff sollte auf keinen Fall zum Heizen verwendet werden - aktuell ist er nicht verfügbar und später wird er zu teuer sein. Diese Kostenfalle wollen wir den Dresdnern ersparen.
Insgesamt wird eine gute, entschlossene Klimaschutzpolitik Geld sparen. Aus der IEK-Präsentation der Stadt: „Bei gleichbleibenden Treibhausgas-Emissionen (3,2 Mio. t(CO₂)/a wäre bei ca. 208 €/t(CO₂) in 2045 mit Kosten von 668 Mio. € jährlich zu rechnen. Dies entspräche mehr als 13 Mrd. € in 20 Jahren, wobei durch Zertifikatsverknappung Preise weiter steigen würden!“
Der Umbau der Wärmeversorgung muss nur einmal erfolgen, während die CO₂-Kosten jährlich fällig werden - es macht also Sinn, die Wärmewende so schnell wie möglich umzusetzen, um Geld zu sparen.
Pressespiegel
- Dresdner Neuste Nachrichten: Stau am Donnerstagmorgen: Aktivisten blockieren Fritz-Foerster-Platz
- MDR: Umweltaktivisten blockieren Platz in Dresden
- Sächsische Zeitung: Umweltschützer blockieren am Donnerstagmorgen Verkehr in Dresden
- TAG24: Autofahrer müssen warten: Klima-Aktivisten blockieren Kreuzung in Dresden
- t-online: Klimaprotest in Dresden - Extinction Rebellion will Fritz-Foerster-Platz blockieren
- t-online: Gesprächsbereite Autofahrer - Klimaaktivisten blockieren Kreuzung am Fritz-Foerster-Platz
- Zeit: Klimastreik: Aktivsten fordern Wärmewende in Dresden
- DieSachsen.de: Traffic blockades against fossil fuel heating planned
- Welt: Klimastreik: Aktivisten fordern Wärmewende in Dresden
Ausblick
Die vorherige Straßenblockade fand am 05.12.2024 statt. Die nächste wird am 15.01.2026 stattfinden.
Veranstaltet von
- dresden@extinctionrebellion.de
- Aktiv
- /og/dresden/
- PGP-Key-ID: 0x57f7b6b880d0d14a93e8388522a58d32fe438a73