30 Apr 2026
Straßenblockade 30.04.
Chemnitzer Straße Ecke Nossener Brücke

Die SachsenEnergie AG ist Dresdens größte CO₂-Quelle. Sie wollen wirklich klimaneutral werden, aber fürchten sich, ihr Dekarbonisierungs­konzept zu veröffentlichen, mit Verweis auf ihr Geschäftsgeheimnis. Sie legt kein vollständiges Konzept vor, das Bürgerinnen und Bürger prüfen könnten. Aus der Kurzfassung ist klar: 70% des Plans hängen an 3 vagen Energieträgern:

  1. Wasserstoff (der noch nicht verfügbar ist),
  2. Geothermie (die nicht gesichert ist) und
  3. Müllverbrennung (die nicht klimaneutral ist‼️)

EDIT: Die SachsenEnergie erklärt inzwischen selbst, dass Wasserstoff „nicht die überwiegende Grundlage der Dekarbonisierung sein darf“ und der angestrebte Anteil unter 40 Prozent liegen solle. Gleichzeitig plant das Unternehmen den Ersatzneubau an der Nossener Brücke ausdrücklich „H₂-ready“ und geht davon aus, dass eine vollständige Dekarbonisierung bis 2045 ohne Wasserstoff „kaum möglich“ sein werde.

Kritisch bleibt dabei, dass SachsenEnergie selbst einräumt, keinen unmittelbaren Einfluss auf die ausreichende und bezahlbare Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff zu haben.

Die SachsenEnergie verweist öffentlich nur auf eine Kurzfassung ihres Dekarbonisierungskonzepts. Die vollständige Langfassung bleibt laut Unternehmen „mit Blick auf Wettbewerbs- und Sicherheitsaspekte“ nicht öffentlich zugänglich. Gleichzeitig erklärt SachsenEnergie, dass das 2023 beschlossene Konzept aktuell weiterentwickelt werde.



Machen wir der SachsenEnergie Mut!
Kommt mit uns auf die Straße! Alles legal. 🌏💪

📍 Budapester Str. / Nürnberger Str. / Chemnitzer Str. (nahe Heizkraftwerk Nossener Brücke)
🕓️ 16:00 Uhr · 30. April 2026

Die SachsenEnergie verweist auf bereits laufende Maßnahmen wie Wärmepumpenprojekte, industrielle Abwärmenutzung, einen geplanten Großwärmespeicher sowie Forschung zur Tiefengeothermie gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg. Das loben wir von Extinction Rebellion sehr!

Dennoch plant die SachsenEnergie bis 2030 lediglich einen Anteil von 30 Prozent „grüner Wärme“ im Fernwärmesystem. Angesichts der eskalierenden Klimakrise halten wir dieses Tempo für unzureichend. Die SachsenEnergie begründet ihren Kurs wiederholt mit „Bezahlbarkeit“, „Wirtschaftlichkeit“ und der Stabilisierung des Stromsystems. Aus Sicht von XR darf die notwendige soziale Absicherung der Wärmewende jedoch nicht als Begründung dienen, fossile Infrastruktur über Jahrzehnte weiterzuplanen. Daher besonders wichtig:

Unser Appell richtet sich auch an den Aufsichtsrat der SachsenEnergie, der von der Dresdner Stadtpolitik dominiert wird: hier muss wirtschaftlich effizienter Klimaschutz vorgegeben werden und nicht reiner Gewinnmaximierung auf Kosten der Zukunft.

Wir fordern einen schnelleren Ausbau tatsächlich erneuerbarer Wärmequellen, maximale Transparenz über die langfristige Fernwärmestrategie sowie einen klaren Ausstiegspfad aus fossilem Erdgas ohne neue Lock-in-Effekte durch wasserstofffähige Gaskraftwerke.

Pressespiegel

Die vorherige Aktion war am 26.03. vor dem Rathaus. Die nächste wird am 28.05.2026 stattfinden.

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