26 Feb 2026
26.02. Straßenblockade - Erdgasausstieg gerecht gestalten
Georgplatz vor dem Rathaus

Unter dem Motto „Erdgas verfeuert unsere Zukunft“ haben wir am Donnerstag, den 26.02. eine Kreuzung am Rathaus Dresden blockiert.

⏰ Zeit: 26.02. von 8 Uhr bis 9 Uhr
📍Ort: Georgplatz nahe der Haltestelle Prager Straße

Freiheit braucht stabile Grundlagen. Freiheit lebt von sicherer Versorgung, fruchtbaren Böden, sauberem Wasser und gesellschaftlichem Frieden. Genau diese Grundlagen geraten durch die Klimakrise und den Verlust der Biodiversität unter Druck. Wenn Ernten unsicher werden, Wasser knapp wird und Konflikte zunehmen, dann wird Freiheit zur leeren Hülle - für uns - und erst recht für unsere Kinder.

Das Heizen mit Erdgas verschärft diese Entwicklung. Es bindet uns an importierte fossile Energien, macht uns abhängig von instabilen Märkten und Diktaturen. Erdgas treibt die Klimakrise weiter an. Wer Verantwortung für seine Stadt, seine Familie und kommende Generationen übernimmt, kann das nicht ignorieren. Wir fordern den Stadtrat auf, Wärmeplanung, Klimaschutz und Klimaanpassung ernst zu nehmen.

Darum sagen wir: Erdgas verfeuert unsere Zukunft.
Am 26.02.2026 setzen wir in Dresden ein unübersehbares, friedliches und legales Zeichen auf der Straße. Für langfristige Gesundheit, Versorgungssicherheit und eine Energiepolitik, die Bestand hat.

Der Weg ist klar und machbar: moderne Wärmepumpen statt fossiler Heizungen, eine Sanierungsrate von 2 % pro Jahr, faire Strompreise, ein leistungsfähiges Netz, 80 % erneuerbarer Strom bis 2030 – und keine neuen Abhängigkeiten durch LNG. Das ist kein ideologisches Experiment, sondern nüchterne Vorsorge. Der Stadtrat hat klare Handlungsmöglichkeiten, auch über die SachsenEnergie.

Wissenschaft und Praxis zeigen: Der Ausstieg aus Erdgas ist notwendig, realistisch und beginnt jetzt. Wer Freiheit bewahren will, muss heute handeln.

Zitate von Teilnehmer:innen der Aktion

“Der Dresdner Stadtrat hat die Pflicht, unsere Wärmeversorgung verlässlich postfossil zu planen. Wer beim Klimaschutz zögert, handelt nicht wertkonservativ, sondern lädt leichtsinnig Chaos ein. Konservative Politik hieße, vorausschauend Wohlstand zu erhalten und Klimaschäden abzuwenden, bevor sie entstehen.”

– Christian Bläul

Louise Hummel-Schröter von den Parents for Future sagt zum fertigen, aber politisch auf der Kippe stehenden Dresdner Klimaschutzkonzept (IEK): „Wir haben jahrelang für ein neues Klimaschutzkonzept gekämpft. Jetzt einfach nein dazu zu sagen, ist eine Kapitulation der Politik, Dresden in die Zukunft zu führen. Damit würde Dresden einfach den Kopf in den Sand stecken vor der Klimakrise. Wir haben einfach nicht die Zeit, die erarbeiteten Ressourcen nicht zu nutzen.“

“Grüner Wasserstoff wird niemals billig genug sein, um verheizt zu werden. Dresden ist einzige Großstadt, die Wasserstoff für Gebäudewärme plant. Wasserstoff ist ganz klar eine Kostenfalle. Es ist wirtschaftlich unseriös, wenn Stadt und SachsenEnergie grünen Wasserstoff zum Heizen einplanen.”

– Fritz Pielenz von den Parents For Future

Forderungen

Extinction Rebellion fordert vom Dresdner Stadtrat:

  1. Abkehr vom Erdgas in der kommunalen Wärmeplanung
    Das Erdgasnetz darf nicht künstlich verlängert werden. Die kommunale Wärmeplanung muss einen verbindlichen Ausstiegspfad definieren. In wenigen Wochen will die Bundesregierung endlich das Gesetz vorlegen, das regelt, wie Dresden sein Gasnetz stilllegen kann.
  2. Keine Scheinlösungen mit Wasserstoff oder „grünem“ Methan
    Studien u. a. des Umweltbundesamtes und von Agora Energiewende zeigen, dass grüner Wasserstoff auf absehbare Zeit knapp und teuer bleibt und prioritär für Industrieprozesse benötigt wird. Für Gebäudebeheizung sind Wärmepumpen viel billiger.
  3. Sozial gerechte Wärmewende
    Klimaschutz darf nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die ohnehin jeden Monat rechnen müssen. Förderprogramme, Mieterschutz und soziale Leitplanken müssen zentraler Bestandteil der Wärmeplanung sein.

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