Klimaschutz - offen für alle?

Die Abwendung der Klimakrise gelingt nur, wenn alle sich mit einer Stimme für die nötigen Transformationen engagieren. Klimaschutz geht uns alle an: die Umstellungen, um ein Ende der Fossilverbrennung zu erreichen, sind grundlegend und müssen in sehr kurzer Zeit angegangen werden. Das bedeutet große Herausforderungen für unsere gesamte Gesellschaft. Dennoch gelingt es oft noch nicht mal in der Gruppe der Veränder:innen Einigkeit nach außen zu präsentieren.

Obwohl die Folgen der bisherigen und kommenden Erderhitzung bereits jetzt schon Menschen töten und auch uns bald betreffen werden, sind wir im Kampf gegen die Ursachen noch zu zersplittert. Einigung macht uns stärker. Müssen wir deshalb im Kampf gegen die Klimakrise mit allen politischen Kräften zusammenarbeiten?

Nein!

Die Klimagerechtigkeitsbewegungen engagieren sich dafür, menschliches Leid zu verhindern. Eine lebenswerte Zukunft aufzubauen - für alle Menschen! Wir stehen zur Klimagerechtigkeit (https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit).

Die aktuellen Herausforderungen können wir nur meistern, wenn wir sie als Gemeinschaft angehen, und wenn die Umstellungen sozial ausgewogen sind, unter Beachtung der Bedürfnisse aller Teile der Gesellschaft.

Es gibt Teile der Gesellschaft, die auch aktuell (obwohl alle Fakten der Klimakrise nachweislich existieren) weiterhin auf Spaltung und Hass, auf Hetze, Ausgrenzung und Schuldzuweisungen setzen. Nicht zuletzt, um ihre Privilegien, die sie auf der Freiheit anderer aufbauten, zu wahren. Diese Kräfte suchen Sündenböcke, setzen auf Egoismus, definieren ihre eigenen Gruppen als wertvoller und andere Menschen als wertlos - bis hin zur Entmenschlichung. Rassist:innenen, Antisemit:innen, Nationalist:innen, Rechtsextreme, Sexist:innen und Antifeminist:innen.

Sich mit ihnen zu verbünden ist unmöglich, gerade auch mit dem Ziel einer (klima-)gerechten Zukunft.

Gruppen aus diesen Bereichen menschenverachtender Ideologie vertreten wissenschaftsferne Positionen und verneinen die menschgemachte Klimakrise. Die Gefahr: Sie sind hoch professionell organisiert und okkupieren mehr und mehr auch Details des Klimadiskurses mit ihren haltlosen Positionen. (https://www.belltower.news/die-esoterische-anastasia-bewegung-der-traum-der-arischen-oeko-gemeinschaft-81037). Dort wird oft von "Heimatschutz" gesprochen, es soll explizit der eigene Lebensraum geschützt werden.

Der Abwertung von Menschengruppen darf in der Klimagerechtigkeitsbewegung kein Raum gegeben werden. Auch Verschwörungstheorien gehören oft in diese Kategorie. Genaueres zu rechtsradikalen Umweltbewegungen findet sich bei Farn https://www.nf-farn.de/.

Notwendig bleibt das Aufdecken von Lobbyismus bis hin zu medialer Beeinflussung und seiner negativen Folgen (Kampf gegen die Windkraft durch die INSM, direkter Weg Tillichs vom Leiter der Kohlekommission zur MIBRAG etc).

Die Unterzeichnenden Organisationen und Personen bekennen sich klar zur Demokratie, zur besonderen Verantwortung der Deutschen für den Holocaust und die weiteren schrecklichen Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus, zum Engagement gegen jeden Faschismus und Nationalsozialismus. Wer den Nationalsozialismus und seine Verbrechen relativiert, hat keinen Platz in den unterzeichnenden Organisationen. Wer Gruppen entmenschlicht und abwertet, gehört nicht zum gemeinsamen Kampf für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Wer die Demokratie zerstören will, statt sie wieder zu stärken gegen den Lobbyismus, gehört nicht dazu.