Einblicke und Stellungnahmen

"Right here, right now is where we draw the line" - GretaThunberg
Auch heute in Dresden am Albertplatz.

Siemens hält in der Klimakrise an der Unterstützung der Mega-Kohlemine in Australien fest. Eine unverantwortliche Entscheidung, die gänzlich aus der Zeit gefallen ist.
#StopAdani #BoycottSiemens

12.01.20: Wo ist der Schnee geblieben? XR beim Ski-Weltcup in Dresden

Skiweltcup: Extinction Rebellion fordert mehr Nachhaltigkeit

Am 11.-12. Januar 2020 findet der Skiweltcup in Dresden statt. Extinction Rebellion fordert noch mehr Nachhaltigkeit für die Veranstaltung.

Die Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion Dresden empfiehlt, diese jährliche Veranstaltung durch einen Rollski-Cup zu ersetzen, weil die bisherigen Veranstaltungen und die jetzige zu viel Klimagase bei der Herstellung des Kunstschnees emittierten. Für den Skiweltcup werden mehr als 3000 Kubikmeter Kunstschnee mit LKWs an die Elbe gebracht. Extinction Rebellion lobt zwar, dass der Veranstalter auch bei CO₂-Emissionen und Nachhaltigkeit mitdenkt. Jedoch reichen die erneuerbaren Energien aktuell für weniger als 20 Prozent des Dresdner Primärenergiebedarfs. Daraus folgt leider, dass der Strom für die Schneeproduktion für zusätzliche und vermeidbare CO₂-Emissionen sorgt.

Profisportereignisse wie der Skiweltcup haben auch immer Vorbildwirkung für den Breitensport und sorgen somit für gesunde Bewegung. Aufgrund der Klimakrise müssen wir uns jedoch unbedingt auf klimafreundliche Sportarten beschränken: Am besten ohne Heizung oder Kühlung, ohne Motoren oder Stromverbrauch. Das wäre wirklich klimafreundlich. Energieintensive Sportarten müssen wir als Weltgemeinschaft aus Klimasicht weglassen, bis wir unseren gesamten Primärenergiebedarf erneuerbar erzeugen.

Extinction Rebellion appelliert an die Besucher des Skiweltcups, auf Schiene, Fahrrad oder zu Fuß zum Veranstaltungsort am Königsufer zu kommen. Auch für die Sportler gilt wegen der sich verstärkenden Klimakrise, dass Flugreisen die Lebensqualität aller Menschen im Mittel reduzieren werden. Daher sollten aus Klimasicht nur Sportler aus Europa antreten, die mit dem Zug anreisen.

14.12.19: Tanzen statt kaufen

Am 14.12.2019 waren wir in der Dresdner Innenstadt unterwegs unter dem Motto:

Tanzen statt kaufen!

Würden alle so leben, wie die deutsche Gesellschaft, bräuchte es 3 Erden.*
Mit einem konsum-kritischen Tanzflashmob stellen wir klar: Präsent sein ist wichtiger als Präsente.

Lasst uns hinterfragen, was wir wirklich brauchen!

Danke an alle, die dabei waren und an die interessierten Menschen in der Stadt. Wir hatten eine Menge Spaß. 💚

*siehe z.B. https://data.footprintnetwork.org/…

21.11.19: Klimanotstand: Dresden hinkt hinterher

Sagt die Wahrheit!

Blockade des Haupteinganges des Dresdner Rathauses

Der Dresdner Stadtrat hat am 21. November 2019 nicht über die Ausrufung des Klimanotstands beraten. Aus Protest dagegen luden Extinction Rebellion und weitere Umweltschutzorganisationen am Tag der Stadtratssitzung ab 16:00 Uhr zu einer Aktion vor dem Rathaus am Dr.-Külz-Ring ein. Sie wollten die Ratsvertreter zu einer positiven Entscheidung ermutigen. In Leipzig wurde der Klimanotstand bereits Ende Oktober ausgerufen.

„Die Ausrufung des Klimanotstands ist längst überfällig. Je später die Stadt reagiert, desto aufwändiger wird es, die Dresdner vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.“, meint Christian, einer der Pressesprecher:innen der Dresdner Ortsgruppe von Extinction Rebellion. Bereits am 26. September hätte der Stadtrat den Klimanotstand beschließen sollen, vertagte jedoch die Entscheidung. Das zeigt, dass die Wichtigkeit des Themas noch nicht anerkannt wird. Schnelles Handeln ist nötig, weil Artensterben und CO₂-Emissionen sich jeweils selbst verstärken können. Handeln ist von allen Seiten erforderlich – von Regierungen, Individuen und auch Bürgerschaften. Der Dresdner Stadtrat kann dafür wichtige Weichen stellen: Nach Beschluss dieses Klimanotstands verpflichtet sich der Stadtrat selbst, bei allen seinen Entscheidungen auch die Auswirkungen auf das Klima zu berücksichtigen.

Ende Oktober wurde in Leipzig, wie auch zuvor schon in 64 anderen deutschen Städten, der Klimanotstand ausgerufen. Das ist ein Symbol dafür, dass die Klimakrise von anderen Städten bereits als Bedrohung unserer Lebensgrundlagen anerkannt wird. Umweltschützer hoffen, dass auch der Dresdner Stadtrat den Ernst der Lage endlich anerkennt. Denn auch in Dresden sind die Auswirkungen der Klimakrise bereits spürbar und sichtbar. Sommerliche Dürreperioden werden laut dem Regionalen Klimaanpassungsprogramm „Modellregion Dresden“ zunehmen und Jahr für Jahr stärker die Ernten bedrohen.

Gemeinsam mit Ende Gelände und Greenpeace hat die Dresdner Ortsgruppe von Extinction Rebellion den Nachmittag vor dem Dresdner Rathaus verbracht. Dazu gab es Musik vom Tolerave e.V. und vielfältiges Essen auf Spendenbasis. Es wurde getanzt, gesungen sowie gemeinsam ein Wal gebaut als Symbol für das Artensterben in den Meeren.

Die heute Stadtratssitzung wurde bereits nach sehr kurzer Zeit abgebrochen, weil einige Fraktionen der Tagesordnung nicht zugestimmt haben. Über den Klimanotstand konnte erneut nicht entschieden werden, da das Thema zuvor im Bauausschuss immer wieder verschoben worden. Wir sind enttäuscht und wütend über diese bürokratische Verschleppungstaktik des Dresdner Stadtrates, die in unseren Augen in starkem Widerspruch zu der großen Dringlichkeit der Ausrufung des Klimanotstandes steht. Der frühestmögliche Termin dafür ist der 12. Dezember 2019. Extinction Rebellion wird dann wieder vor dem Rathaus demonstrieren und bis dahin mit den Stadträt*innen im Austausch stehen.

Solidarität zur Ende Gelände-Aktion in der Lausitz

Anti-Kohle-Proteste im November 2019 in der Lausitz: Wir sind solidarisch!

Die Regierungen dieser Welt haben in Paris beschlossen: Der Großteil der fossilen Energien muss im Boden bleiben. Denn die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist die Hauptursache der globalen Klimakrise. Sie verursacht Dürre und Hunger, Artensterben, Wetterextreme und Überflutungen. Millionen Menschen, besonders im Globalen Süden, bedroht der Klimawandel schon heute in ihrer Existenz und zwingt sie zur Flucht.

Ob es wirklich einen Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik gibt, entscheidet sich auf der nationalen Ebene der Staaten, die historisch wie aktuell die größten Verursacher der Klimakrise sind. Doch die Regierung versagt beim Klimaschutz. Das Klimapaket der Bundesregierung reicht bei Weitem nicht aus, um die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad bzw. 1,5 Grad zu begrenzen, wie es die Weltgemeinschaft mit dem Pariser Abkommen festgelegt hat. Um so dringender ist jetzt ein zügiger Kohleausstieg. Zwanzig weitere Jahre Kohle-Verbrennung sind mit dem Pariser Klimaabkommen nicht vereinbar. Wir fordern, dass alle derzeit noch bedrohten Dörfer und der Hambacher Wald erhalten bleiben.

Gegen die zerstörerische Braunkohle wehren sich seit langem Menschen vor Ort ebenso wie Umweltverbände und andere Organisationen. Sie fordern einen nachhaltigen Strukturwandel für die Kohlereviere und zukunftsfähige Arbeitsplätze statt Kohleindustrie, denn eines ist sicher: Die Kohleverstromung hat keine Zukunft! Gleichzeitig verstehen sich immer mehr Menschen als Teil einer globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern, dass nicht länger einige wenige Menschen von dem Wohlstand profitieren, der mit fossilen Energien erzeugt wird, während viele andere unter den Folgen leiden. Mit “Fridays for Future” hat sich weltweit eine ganze Generation zusammengeschlossen, um für ihre Zukunft und gegen die Klimakrise zu kämpfen.

Wir, die unterzeichnenden Gruppen und Organisationen, sind erschüttert über die Tatenlosigkeit der Bundesregierung inmitten der größten Krise der Menschenheit. Wir können es angesichts der drohenden Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Der Aktions-Konsens von “Ende Gelände” betont Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten und schließt die Zerstörung von Infrastruktur und eine Gefährdung von Menschen aus. Ziviler Ungehorsam gegen existentielle Gefahren und Missstände hat eine lange und bedeutende demokratische Tradition. So würde es ohne den – auch ungehorsamen – Widerstand gegen Atomkraft keinen Atomausstieg geben. Die entschlossene, aber friedliche Aktion “Ende Gelände” in den vergangenen Jahren hat diese Tradition eindrucksvoll aufgenommen.

„Ende Gelände“ ist ein aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus einer zerstörerischen Technologie und für den globalen Erhalt der Umwelt. Die Aktion ist ein Ausdruck der Solidarität mit den Menschen, die schon heute gegen die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen kämpfen müssen, mit denen, die in Zukunft am meisten betroffen sein werden und mit allen, die weltweit für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten eintreten. Daher erklären wir uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle.

(Quelle: https://www.ende-gelaende.org/soli-erklaerung-lausitz-2019/ )

Pressemitteilung 29.10.2019

Extinction Rebellion Dresden fordert:

Keine Kohle für Kohle!

stoppt die Verletzung de Grundgesetzes, Artikel 20A!

Extinction Rebellion fordert:

Keine Kohle für Kohle! Stoppt die Verletzung von des Grundgesetzes, Artikel 20a!

Zum Anlass des Weltspartags findet am Mittwoch ein kreativer Protest des lokalen Ablegers der internationalen Klimabewegung “Extinction Rebellion – Aufstand oder Aussterben” (kurz: XR) statt.

Wir setzen unsere eigene Interpretation des Aufrufes der Organisation “urgewald” zu deutschlandweiten Protesten unter dem Motto: „Sparkassen-Gruppe: Raus aus Kohle und Rüstung!“ um, indem unsere Aktion Filialen verschiendener koventioneller Banken berücksichtigt und diese zur Verantwortung zieht.

Der rasante, menschengemachte Klimawandel stellt eine existenzielle Bedrohung für künftige Generationen dar - deshalb muss er gestoppt werden. Den eindringlichen Warnungen der Wissenschaft zum Trotz investieren Finanzinstitute, wie die Sparkassen-Gruppe, weiterhin Geld in die Kohle. Sie vergeben Kredite oder halten Aktien von RWE, Europas größtem Klimakiller, oder NTPC, dem indischen Kohlegiganten und größten Entwickler neuer Kohlekraftwerke weltweit. Aber auch große Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall bekommen Geld, obwohl sie nachweislich Autokratien und Krisenregionen aufrüsten und damit gegen das Grundgesetz verstoßen, denn Artikel 20a GG besagt:

“Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung [...].”*

Investitionen in Kohle und Rüstung sind nicht mit dem Gesetz vereinbar. Das ist ein Missstand, den es zu verändern gilt!

Banken (und andere Unternehmen) müssen ihre Gemeinwohlorientierung ernst nehmen und:

(1) Kohle-/Rüstungsfirmen von Krediten und Eigenanlagen ausschließen

(2) einen Kohle-und Rüstungsausschluss von Deka Investments (und vergleichbaren Unternehmen) fordern

(3) Spekulation mit Nahrungsmitteln stoppen

(4) nachhaltige Klimaschutzprojekte finanzieren

(5) erneuerbare Energien fördern

(6) transparent bezüglich aller Investitionen sein

Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher, um es mit den weisen Worten der Cree-Indianer zu sagen: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."

*vollständig: “Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.”