AKTIONSKONSENS

 

Dieser Konsens bildet den bindenden Rahmen für gewaltfreie Aktionen zivilen Ungehorsams im Rahmen der Extinction-Rebellion-Kampagne. Wer an Aktionen von XR teilnimmt, muss sich an diesen Aktionskonsens halten.

Wir gehen in Aktion, um der Öffentlichkeit die Dringlichkeit der ökologischen Krise zu verdeutlichen, in der wir uns befinden. Wir handeln, um unseren Planeten, der unser zu Hause ist, zu beschützen. Wir rebellieren, weil wir und alle Lebewesen, mit denen wir diesen Planeten teilen, von der Auslöschung bedroht sind. Wir arbeiten mit anderen Gruppen und Netzwerken in und außerhalb Deutschlands zusammen- in kleineren Bezugsgruppenaktionen wie auch in Massenaktionen. Wir respektieren, dass andere Bewegungen sich von uns unterscheiden und in anderen Umständen andere Taktiken wählen.

Gegenüber unseren Mitmenschen, die lediglich ihrem Alltag nachgehen, werden wir uns achtsam und respektvoll verhalten. Wir bedauern sehr, dass wir das öffentliche Leben und die öffentliche Ordnung stören müssen; gleichzeitig sehen wir uns an einem Punkt, an dem die politische, ökonomische und soziale Realität uns zu disruptiven Aktionen zwingt. Denn wir sehen, dass Aktionen nur minimalen und lokal begrenzten Einfluss entfalten, wenn sie nicht in Städten und auf öffentlichen Plätzen durchgeführt werden. Es ist uns klar, dass Menschen, die wir in ihrer Arbeit behindern, auf ihre Beschäftigungen angewiesen sind, um sich und ihre Familien zu unterhalten.

Wir sind strikt gewaltfrei in unserem Handeln und unserer Kommunikation mit Angehörigen der Öffentlichkeit, der Behörden und untereinander. Wir behandeln jeden Menschen mit Würde und Respekt. Gewaltlosigkeit ist ein zentraler Aspekt unserer Rebellion,wir betrachten sie aber als ein Privileg, das nicht allen verfügbar ist. Wir übernehmen volle Verantwortung für unsere Handlungen, und untermauern dies oft durch Video- und Fotoaufnahmen unserer Aktionen.

Wir handeln mit Bedacht und Vorsicht, um unsere Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen. Wir werden keine Aktionen unter Einfluss von Drogen oder Alkohol durchführen. Wir informieren uns laufend über die potentiellen zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen unserer Handlungen. In den Gruppen achten wir aufeinander und sorgen aktiv für das Wohlergehen aller Gruppenmitglieder.
Unsere eigene und die Sicherheit anderer steht für uns an erster Stelle. Wir planen unsere Aktionen mit Sorgfalt und Voraussicht, sodass z.B. die Durchfahrten von Rettungsdienst und Feuerwehr nicht blockiert werden. Um diesen Fällen vorzubeugen, erstellen wir Verkehrs- und Routenpläne für unsere Aktionen. 

Neben Protest und zivilem Ungehorsam unterstützen wir konstruktive Ansätze, die Lösungen der uns drohenden Klima- und Biodiversitätskrise bieten. Um uns gegenseitig zu unterstützen, bauen wir ein regeneratives, kooperatives, von Verbundenheit geprägtes Miteinander auf. Wir ermutigen unsere Mitmenschen mit Positivität und der Aussicht auf Veränderung, selbst aktiv zu werden. So können wir dem bisherigen Weiter-so unser eigenes, starkes und hoffnungsvolles Narrativ entgegensetzen.

Als Aktivist*innen im nördlichen Teil der Welt sind wir uns unserer vielen Privilegien bewusst und arbeiten weiter daran, die Bedeutung dessen zu verstehen. Wir handeln in Solidarität und Verbundenheit mit den vielen Aktivist*innenen für soziale und ökologische Gerechtigkeit überall auf der Welt.

HIER DER AKTIONSKONSENS ALS PDF-VERSION!

 

AcTIONS consensus

 

This action consensus is a binding framework for non violent direct actions undertaken during the Extinction Rebellion campaign. If you participate in XR actions, you need to abide by this action consensus.

We are taking action to raise awareness of the earth emergency we find ourselves in. We act to protect this country and the earth, our home. We are rebelling against extinction because our species and the many others we co-exist with are under threat. We will work with and in support of other groups and networks across the UK and internationally, through a combination of affinity group actions and larger events. We respect that movements are diverse and we choose to adopt different tactics in different circumstances.

We will be mindful of members of the public going about their normal day to day activities at all times. We wish we didn’t feel the need to disrupt, and at the same time we acknowledge that the political, economic and social system we live in has driven us to take disruptive action; recognising that unless actions are undertaken in towns, cities and public places any impact will be minimal and localised. We understand that workers who may be disrupted by our actions rely on their jobs to provide for themselves and their families.

We will be strictly non-violent in our actions and communications with members of the public, workers, the authorities and each other at all times. We will treat everyone with dignity and respect. We recognise that non-violence is essential to our campaign, whilst recognising that using non-violence is a privilege that is not available to everybody. We are an open organisation. We remain completely accountable for our actions and will often video/photograph them to prove so.

We will act calmly and carefully and will strive not to endanger people.
We will not take action under the influence of alcohol or drugs. We will keep ourselves informed of the legal consequences of our actions and take responsibility for them. We will honour our regenerative culture, looking after ourselves and each other in order to take effective action.
Safety will be a high priority at all times.

We will plan actions with care, being mindful of blockades that may affect emergency routes. We will consult our traffic plan to mitigate for these eventualities. 

Alongside protest and civil disobedience actions, we encourage constructive direct actions that offer solutions to the climate and biodiversity crises we face. We encourage the creation of a regenerative culture, that supports us as we focus on these solutions in more connected, cooperative communities. We will tell stories of positive change to encourage others to act. This will build a stronger narrative that complements our opposition to failed business-as-usual approaches.

As activists in the Global North, we collectively acknowledge our privilege. We are on an ongoing journey of understanding what this means. We act in solidarity with social and environmental justice frontlines outside the UK and recognise that our struggles are connected.

A PDF VERSION OF THE AKTION CONSENSUS!